Welche Wurzeln hat unsere Kultur? Können wir nicht vieles Vertraute erst durch das Phänomen der Kulturbegegnungen verstehen? Warum gibt es Moriskentänzer in München? Und warum reiste Kandinsky von München aus gerade in ein islamisch geprägtes Land, um in der dortigen Kunst Wahlverwandtschaften zu suchen? Was wiederum macht den orientalischen Flair der Goethestraße aus? Und warum gibt es eine Türkenstraße in München?

Im Rahmen des Seminars „Fremde Bilder - Beiträge zu einer interkulturellen Kunstpädagogik“ haben sich Studenten und Studentinnen im Sommersemester 2009 und im Wintersemester 2009/10 mit solchen Fragen beschäftigt. Sie sind auf die Suche gegangen, um Spuren einer Auseinandersetzung und Begegnung mit der islamisch geprägten Kultur in der Stadt zu suchen und zu erforschen. Dabei haben wir die Bespiele nach dem Zufallsprinzip aus einer langen Liste möglicher Themen gewählt. Das Resultat ist diese Website.

Wir danken der Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit, für die Unterstützung unseres Vorhabens! Wir danken vor allem auch Herrn PD Dr. Stefan Jakob Wimmer von der Gesellschaft Freunde Abrahams e.V. für unermüdlichen Rat und tatkräftige Hilfe, sowie Martin Pflanzer für die Programmierung. Und unser großer Dank gebührt natürlich auch allen unseren Gesprächspartnern, die das Vorhaben so großherzig unterstützt haben.

Gerne stellen wir unsere Ergebnisse als erste Ansätze zu einem künftigen „Islamischen Museum“ der Landeshauptstadt im Rahmen der Initiative „Zentrum für Islam in Europa – München (ZIEM)“ zur Verfügung. Auch deshalb haben wir das Projekt am 30. Juli 2009 im Münchner Rathaus und am 13. Mai 2010 auf dem Ökumenischen Kirchentag im Gasteig vorgestellt.

Das Vorhaben wird fortgesetzt.

Kontakt: Dr. Ernst Wagner, Ludwigs-Maximilian-Universität München, Institut für Kunstpädagogik, Leopoldstr. 13, E.Wagner@lmu.de